St. Marien

Kirche Windesheim

Mit dem königlichen Hof in Windesheim unter Kaiser Otto I. wird wahrscheinlich schon eine Kirche vorhanden gewesen sein. Die 1504 zerstörte Kirche wurde 1517 wiederaufgebaut und ab 1688 als Simultankirche genutzt. Unter Napoleons Regierung kam Windesheim zu Stromberg. Auch kirchlich kam 1802 der Wechsel zum Bistum Aachen. 1824 kam es zum Bistum Trier.
Das Simultaneum wurde nach dem Bau der jetzigen Kirche unter Architekt Becker aus Mainz in den Jahren 1897/98 aufgelöst. Die alte Kirche gehörte fortan der evangelischen Gemeinde. Am 21.08.1898 wurde die Kirche eingesegnet und am 29.04.1900 vom damaligen Bischof Michael Felix Komm eingeweiht.

Bemerkenswert an dieser neogotischen Kirche ist der breite, netzgewölbte Innenraum mit einer Spannweite von 12 Metern ohne Pfeiler. Hervorzuheben sind auch die jeweils unterschiedlich gearbeiteten, bunten Fenster.
Die erste größere Gesamtrenovierung der Pfarrkirche wurde im Frühjahr 1964, mit der Entwässerung rund um die Kirche, vorgenommen. Im Oktober desselben Jahres wurde der Bau einer Fußbodenheizung begonnen. Ebenfalls in diesem Jahr wurde der neue Tischaltar aus rotem Sandstein im Chorraum aufgestellt. Im März 1980 begann man mit der Einrüstung der Kirche und Sicherung der Altäre.
Während der Baumaßnahmen erlaubte das Presbyterium der evang. Kirchengemeinde die kostenlose Nutzung der evang. Kirche. Als die umfangreichen Umbau- und Renovierungsarbeiten nach einem guten Jahr zu Ende waren, feierte die Gemeinde am Sonntag, dem 31. Mai 1981 mit einem festlichen Hochamt die Einweihung.
1985 wurde das fast 150 Jahre alte Pfarrhaus renoviert. 1989 kamen erneute Reparaturen auf die Pfarrgemeinde zu. Das Kirchendach musste mit Naturschiefer neu eingedeckt und der Turm renoviert werden.
Am Kreuzerhöhungsfest (14. September) 1992 wurde der neu vergoldete Wetterhahn, die Kugel und das Kreuz auf den 45 Meter hohen Kirchturm montiert. Weitere Umbau- und Renovierungsarbeiten standen 1993/94 an. Dabei wurde an der Empore der Kirche gearbeitet. Die Orgelweihe der neuen, 19 Register umfassenden Oberlinger-Orgel konnte am 1. Dezember 2002 gefeiert werden. Das Einweihungskonzert wurde von Klaus Evers gespielt. Bis dahin hatte die Pfarrkirche noch nie eine eigene Orgel besessen.

Die kath. Kirche in Windesheim befindet sich in der Bergstraße 22