St. Martin

Kirche Guldental (Waldhilbersheim)

Um 1158 wurde von einer Dame Wendela von Stein/Weitershausen ein Marienaltar in "Hilbersheim uff der Guldbach" erwähnt.

1219 erscheint in der Chronik ein "Fredericus Decanus de Hilbersheim". Vermutlich stand damals schon, wie üblich, eine Holzkirche.

1419 wird erstmals "Martinus" als Patrozinium erwähnt.

1558 wurde eine erste steinerne Kirche mit Glockenturm erbaut

1715 wurde der "Dreifaltigkeitsaltar" als Hochaltar angeschafft. Die heutige Kirche wurde 1774/75 als Saalbau im einfachen Mainzer Barock errichtet, mit einem Glockenturm als Dachreiter in Zwiebelform. Im Turm hingen 3 Glocken. Den Chor finanzierten die Grafen von Ingelheim, die die Ortsherrschaft hatten.

1805 wurde die erste Orgel installiert (aus dem Zisterzienzernonnenkloster Oberwesel), außerdem wurde der Dreifaltigkeitsaltar durch einen Altar (von 1629) aus der Minoritenkirche in Oberwesel ersetzt.

Das Inventar: eine Kanzel mit geschnitztem Schalldeckel aus dem 18. Jhh., ein Taufstein mit Kupferdeckel (18 Jh.), eine hölz. Kommunionbank mit reichgeschnitzten Füllungen und ein barockes Gestühl. Schon 1849 wird eine Dorfuhr im Kirchturm erwähnt.

1915 verursachte ein Brand hohen Sachschaden. 1921 wurde ein feuer- u. diebessicherer Tabernakel eingebaut.

1923 wurde die Kirche um ein Joch (ca. 5m) verlängert. Darum wurde die Orgel 1925 auf dem neuen Teil wiederaufgebaut. Am 9. Okt. wurde sie durch einen Schwelbrand zerstört und 1926 aus alten und neuen Teilen wiedererrichtet.

1965 wurde der Hochaltar und Teile des Marienaltars nach St. Johann in Konz-Karthaus verkauft. Hauptaltar ist nun wieder der Dreifaltigkeitsaltar von 1715. 1966/67 wurde das Kircheninnere vollkommen umgestaltet. Dabei wurde viel alte Substanz (bunte Glasfenster, Beichtstuhl, Bänke usw.) unwiederbringlich zerstört.

Die Kirche befindet sich in der Straße Hinter der Kirche 11